WE GO FEMALE

Gründerinnen Scout

FEMALE ENTREPRENEURSHIP – NEXSTER beauftragt Gründerinnen Scout für Fakultät V

Diversity, Empowerment, Female Entrepreneurship – diese Worte liegen derzeit in aller Munde. ZUM GLÜCK, wie wir finden, denn „Wer Frauen unterschätzt, verschätzt sich!“ so Tijen Onaran, Investorin, Speakerin und Unternehmerin von Global Digital Woman

Bisher zeichnet sich auch in der deutschlandweiten Gründungsszene ab, dass Gründerinnen noch immer stark in der Unterzahl sind. Laut dem „Deutschen Startup Monitor 2018“ liegt der Frauenanteil bei Startup-Gründungen bei lediglich 15%. Bei NEXSTER haben wir bereits einen weitaus höheren Anteil an Female Founders, allerdings sind wir der festen Überzeugung: Hier geht noch mehr! 🙂 

Als Entrepreneurship-Center sehen wir es als unsere Aufgabe, einen Beitrag zu leisten und das Thema Empowerment an der Hochschule Hannover zu unterstreichen. Somit kam uns eine Idee…

Unsere ehemalige Praktikantin – Sandra Skupin – hat vergangenes Wintersemester ein spannendes Programm durchlaufen, in dem sie unsere Venture Lab Interns betreute, Gründer*innen gecoacht, Gründungsinteressierte beraten und dabei unterstützt hat, Ideen auf Flughöhe zu bringen. Mit ihren Abschlüssen in Betriebswirtschaftslehre und Soziale Arbeit, gepaart mit Erfahrungen im Coaching und in der Geschäftsmodellentwicklung, die sie bei NEXSTER gesammelt hat, sehen wir Sandra als perfekte Ansprechperson zum Thema Female Entrepreneurship. Somit ist die Idee des Gründerinnen Scouts entstanden. 

 

Sandras Beratungsangebot richtet sich explizit an Gründerinnen

Dieses Sommersemester wird Sandra sich als wissenschaftliche Hilfskraft der Aufgabe widmen, das Thema Female Entrepreneurship an der Hochschule Hannover zu verorten und explizit als Gründerinnen Scout für Fakultät V der HS Hannover – Diakonie, Gesundheit und Soziales tätig zu werden. Für Sandra ist die Stärkung von Frauen und weiblich gelesenen Personen im Kontext Unternehmertum und Gründung ein Herzensanliegen, sodass sie in diesem Semester als Ansprechperson allen Gründungsinteressentinnen mit Rat und Tat zur Seite steht. 

Dabei richtet sich Sandras Angebot selbstverständlich an alle Studierenden der Fakultät V. Ihr Fokus liegt dabei jedoch klar auf der Unterstützung von Studentinnen, die anhand von sogenannten Future Skills wie Flexibilität, Resilienz, Problemlösungskompetenz und emotionale Intelligenz Empowerment erfahren sollen. 

 

Allgemeine Sensibilisierung zum Thema Female Entrepreneurship

Anfang April hat das Gründerinnen Scout Programm mit einigen NEXSTER-Vorstellungsrunden in den Erstsemesterveranstaltungen der Studiengänge Soziale Arbeit, Pflege und Heilpädagogik gestartet. Im Rahmen einzelner Vorträge, Workshops und Gesprächsrunden mit Managementbezug konnte Sandra erste Kontakte zu Studierenden knüpfen, für das Thema Female Entrepreneurship sensibilisieren und insgesamt das Interesse an Unternehmensgründung wecken. 

Weitere Workshops zum Thema Soziale Gründungen und Female Entrepreneurship sind für das laufende Semester in Planung. Besonders gespannt sind wir auf den gemeinsamen Aufbau einer Gründerinnen-Community – mehr dazu erfahrt ihr in Kürze.

 

Kontakt

Bist du Student*in an Fakultät V und hat auch dich das Interesse an Gründung gepackt? Sandra freut sich von dir zu hören und dich bei deinem Vorhaben zu begleiten. 

Melde dich gerne bei Sandra unter sandra.skupin@hs-hannover.de

Weitere Infos zu unseren Veranstaltungen findest du auf https://nexster.de/unser-angebot/veranstaltungen/ oder bleib über unseren Instagram-Kanal „mit.guten.gruenden“ auf dem Laufenden.

Studierendenzentrum HsH

Unbekannt verzogen

Der eine oder die andere hat es vielleicht bereits bemerkt. Unsere Büros an der Expo Plaza sind verwaist. Wir haben die Ruhe der Semesterferien genutzt, um uns still und leise auf die Socken zu machen. Ab sofort findet ihr uns im gerade frisch fertiggestellten Studierendenzentrum der Hochschule Hannover. Genauer gesagt im Ricklinger Stadtweg 120, 30459 Hannover in den Büros 12 bis 16 im 2. OG. Das Studierendenzentrum liegt auf dem Campus Linden und ist so deutlich zentraler gelegen als unsere alte, doch eher expo-nierte Lage. 🙂

Anfahrt

Der Campus ist bestens angebunden. Hier an der Haltestelle Linden/Fischerhof fahren die Bahnen der Linien 3, 7 und 17, die Busse 100 und 200 und die Züge der Linien S1, S2, S5, S21, S51.Mit dem Abschied aus den alten Büros mussten wir uns vorübergehen, leider auch von unserer lieben Silvia verabschieden. Die Trennung ist erst einmal nur auf Zeit, weil Silvia bis November auf eine andere Arbeitsstelle abgeordnet wurde.

Veränderungen im Nexster-Team

Aufgrund von Silvias Versetzung und den anhaltenden Einschränkungen durch Corona haben wir momentan keine festen „Öffnungszeiten”, sondern sind digital sozusagen allzeit bereit. Also schreibt uns einfach eine E-Mail an nexster@hs-hannover.de und vereinbart einen Termin.

Ab Mitte September bzw. Anfang Oktober haben wir dann das Glück, zwei neue Nexster in unserem Team begrüßen zu dürfen, die Maren in ihrer Elternzeit vertreten. Wir werden euch die beiden bei Gelegenheit noch genauer vorstellen.

Bis dahin erst einmal beste Grüße!

Euer Nexster-Team

In-Ohr-Kopfhörer weiß

Problem: Kopfhörer sitzen schlecht

Die Calenberger Jungs Dominik (29) und Hendryk (28) kennen sich schon seit vielen Jahren. Neben der tiefen Freundschaft verbindet die beiden vor allem der audiophile Genuss nach Musik. Bisher verwendete Kopfhörer entsprachen jedoch nicht den Ansprüchen: (mehr …)

Liebe alle,

in diesen Tagen müssen wir gemeinsam mit Unsicherheiten umgehen, Unklarheiten aushalten, haben viele Fragen und womöglich noch wenige Antworten. Wir bei Nexster aber denken auch in Zeiten von Corona an Euch, eure großen Träume und jungen Startups und versprechen Euch, wir sind für Euch da. Wir sind für Euch da um weiter an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Und wir sind uns sicher, jetzt kommt Eure Zeit.

„The future belongs to those who believe  in the beauty of their dreams.“  (Eleanor Roosevelt)

Ihr könnt uns telefonisch oder per E-Mail wie gewohnt erreichen. Coachings werden wir vorwiegend am Telefon oder in einer Videokonferenz stattfinden lassen. Lehrveranstaltungen, Workshops und Events finden bis zum 20. April nicht statt. Wenn Ihr Fragen habt, wendet Euch an Euren zuständigen Coach oder an nexster@hs-hannover.de bzw. 0511-9296 2760.

Wir wollen jetzt in uns hören und von Großem träumen, ein Nexster 3.0 entwickeln, damit wir uns – wenn die Sonne wieder für alle scheint – mit neuem Konzept und neuen Kräften ans Werk machen Euch bei der Gestaltung der Zukunft zu unterstützen.

Bleibt fit, fröhlich und – wenn möglich – zuhause!

Euer Nexster-Team

Human centred Entrepreneurship

Zusammenfassung der Regionalstudie zur Gründungskultur der Studierenden der Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales

Die Regionalstudie zur Gründungskultur der Studierenden der Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales wurde im Rahmen der Antragstellung der neuen Fördermaßnahme „EXIST-Potentiale“ für das Projekt “Lab for Innovation and Social Impact” von NEXSTER in Auftrag gegeben. Die Auswertung, die im Folgenden kurz dargestellt wird, sollten den Antrag dabei empirisch untermauern.

Demographische Entwicklungsprozesse, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie neue europäische Wettbewerbsbedingungen führen dazu, dass sich weitgehende Veränderungen im Bereich der Sozialwirtschaft ergeben. Hierbei stellt sich die Frage, wie Studierende des Gesundheits- und Sozialwesens zu Gründungen in diesem wachstumsstarken Wirtschaftsbereich motiviert werden können. In einer qualitativen und quantitativen Erhebung zum Thema „Wahrnehmung von und Einstellung zur Existenzgründung“ wurden Studierende der Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales – der Hochschule Hannover (Campus Kleefeld) zu ihrer Gründungsaffinität, Chancen und Risiken, wahrgenommenen Hemmnissen und weiteren Faktoren befragt. Die Ergebnisse der Studie bestätigen Annahmen aus der Fachliteratur: So lässt sich zusammenfassen, dass eine Gründung im Bereich der Sozialwirtschaft insbesondere durch die Chance auf Selbstverwirklichung attraktiv erscheint, dass die Vorstellung, der eigene Chef zu sein ein wichtiges Gründungsmotiv ist und dass das Vorhandensein einer Geschäftsidee für die befragten Studierenden von zentraler Bedeutung ist.

Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse lässt sich sagen, dass sich Studierende der Fakultät V mit bereits praktischen Erfahrungen eher konkret mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigen als solche, die nur wenige oder keine beruflichen Erfahrungen während ihres Studiums gesammelt haben. Anzumerken ist jedoch auch, dass die intensivere Beschäftigung der Personen mit mehr Berufserfahrung nicht zwangsläufig zu einer positiven Sicht auf eine potenzielle Selbstständigkeit führt. Die Beurteilung einer Selbstständigkeit als spätere Berufsoption ist auch davon abhängig, wie die Studierenden die Selbstständigkeit einer Person aus dem Bekanntenkreis bewerten. Fällt das Urteil (sehr) gut aus, wird Selbstständigkeit auch als weniger risikoreich eingeschätzt. Desweiteren wird deutlich, dass sich Personen mit positiven oder negativen Berührungspunkten nicht mehr bzw. weniger mit Selbstständigkeit beschäftigen. Bei einer Begleitung und Unterstützung im gesamten Gründungsprozess und in der frühen Phase der Selbstständigkeit wäre für 50% der Studierenden der Fakultät V Selbstständigkeit eine Berufsoption.

Den eigenen Wissensstand zum Thema Selbstständigkeit beurteilen die Studierenden im Sozialwesen als schlecht (4,5 auf einer Skala von 1 = „sehr gut“ bis 6 = „sehr schlecht“). Zu erwähnen ist jedoch auch, dass sie das Wissen in diesem Bereich nicht als besonders relevant ansehen. Dass Gründungen für Studierende des Sozialwesens eine so geringe Relevanz haben, kann z. T. auch dadurch erklärt werden, dass diese im Rahmen ihres Studiums gar nicht thematisiert werden. So geben nur ca. 2% der Befragten an, dass Selbstständigkeit im Rahmen ihres Studiums intensiv bzw. sehr intensiv behandelt wurde. Interessant ist dabei auch, dass besuchte Veranstaltungen in allen Fällen den Charakter einer Vorlesung oder eines Seminars hatten. An Veranstaltungstypen wie z.B. Workshops wurde hingegen gar nicht teilgenommen.

Auffällig ist, dass die Studierenden Selbstständigkeit im Vergleich zu anderen Branchen als besonders herausfordernd wahrnehmen, was vornehmlich mit der geringen Wirtschaftlichkeit begründet wird. Insbesondere das finanzielle Risiko, eine hohe Arbeitsbelastung, großer bürokratischer Aufwand sowie fehlende kaufmännische Kompetenz bergen für die Studierenden im Sozialwesen Hürden, eine Existenzgründung als spätere Berufsalternative in Erwägung zu ziehen.

Fest steht, dass sich der Arbeitsmarkt im Bereich der Sozialen Arbeit in den letzten Jahren zunehmend positiv entwickelt hat. Ein allgemeiner Wachstumstrend der Sozialwirtschaft ist auch in die Region Hannover, aus der die befragten Studierenden kommen, zu erkennen. Besonders Neugründungen können neue Impulse liefern, bestehende Angebote ergänzen und Lücken schließen, sowie vor allem Menschen neue Möglichkeiten bieten – sowohl als Dienstleister als auch als Arbeitgeber oder Partner. Trotzdem sind Herausforderungen wie die komplexen Strukturen innerhalb der Sozialwirtschaft oder fehlende Kenntnisse zu Rahmenbedingungen von Gründungen in der Sozialwirtschaft allgegenwärtig. Nexster ermöglicht es jedoch, potenzielle Gründer durch Hilfestellungen bei der Ideenentwicklung und -durchführung zu unterstützen. Neben Potentialanalysen zur Bewertung der Marktchancen informiert Nexster auch über zahlreiche Weiterbildungsangebote, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten und vernetzt Entrepreneure mit wirtschaftlichen Partnern und weiteren Unterstützern.

Nexster Exist

Das EXIST-Gründerstipendium macht’s möglich, ein Jahr lang „ungestört“ an seiner Idee zu tüfteln. Wir möchten Euch heute eins unserer EXIST-Teams vorstellen.

Seit August bekommen die fünf Gründer*innen von Digital Rest das Gründerstipendium EXIST. Das Stipendium sichert Ihnen den persönlichen Lebensunterhalt, zahlt Sachausgaben und gründungsbezogenes Coaching.

Digital Reset arbeitet seit Anfang dieses Jahres zusammen an der Idee persönliches Datenmanagement für Jedermann kinderleicht umzusetzen. Das Team beschäftigt sich alltäglich mit dem (wie sie finden) spannenden Thema des Datenschutzes.

Dabei geht es hauptsächlich darum, die eigenen Daten von verschiedenen sozialen Plattformen anzufordern und durch ihren eigenen Suchalgorithmus vorsortieren zu lassen. Daraufhin soll jeder selbst entscheiden können, welche Daten bestehen bleiben dürfen und welche dann doch lieber verschwinden sollen. Digital Reset übernimmt auch die Antragsstellung für einen passgenauen und rechtssicheren Löschantrag.

Hier ein Beispiel: Frisch mit dem Abschluss in der Tasche soll es nun an die Bewerbungsphase gehen. Potenzielle neue Arbeitgeber werden im Internet ausfindig gemacht. Die Bewerbung ist geschrieben und abgeschickt. Jetzt heißt es auf Rückantwort warten. Während die Bewerber warten, schauen sich die Recruiter Ihre Bewerber ebenfalls genau an sowie der Bewerber vor der Bewerbung den Arbeitgeber. Auf welche Suchergebnisse Recruiter dabei stoßen, ist leider noch nicht allen klar. Wilde Partyfotos, peinliche Kommentare und fragwürdige Statements und vieles mehr. Es gibt allerdings auch weitaus traurigere Szenarien, zum Beispiel den Verlust eines Angehörigen. Wie wird mit seinen Daten und Accounts im Internet weiter verfahren? Mit dem zukünftigen Service von Digital Reset soll dies bald kein Problem mehr sein. Ziel des Teams ist es, ihren Service nächstes Jahr, für einen fairen Preis an den Markt zu bringen, damit persönliches Datenmanagement wirklich für jeden erschwinglich ist.

Die Gründer*innen betonen dabei immer wieder, dass ihnen die Privatsphäre ihrer Kunden sehr wichtig ist und absolute Priorität behält. Alle Daten, die durch den Service des hannoveranischen Startups angefordert werden, bleiben auch vor Ihnen absolut anonym, dank Verschlüsselung. Aktuell befindet sich das fünfköpfige Team in der Entwicklung der Dienstleistung und möchten Ende dieses Jahres erstmal als virtuelle Datenschutzbeauftragte für junge Start-Ups durchstarten. Diesen Zwischenschritt machen die Fünf, da sie bevor sie sich an die User wenden können zunächst lernen müssen, welche Prozesse in Unternehmen freigesetzt werden, sobald dort eine Datenanfrage im Haus eintrudelt. Wer auf Gründungsveranstaltungen also aufgepasst hat weiß, dass es sich hierbei um das MVP handelt. 😉 Hierfür besuchen drei der Fünf gerade eine Schulung zum Datenschutzbeauftragten, um alle rechtlichen Standards im Petto zu haben.

In ihrem grandiosen Pitch bei „Der Höhle der Karpfen“ haben sie erklärt, warum sie das Ganze machen. Sie zählen sich selbst zur Generation, die das erste Mal online gegangen ist, auch Digital Natives genannt. Damals wurde sich überall angemeldet, um mit ihren Freunden zu chatten und zu spielen. Das Team war mit als Erstes dabei als Fruit Ninja unsere Smartphones erobert hat und nun zählen sie sich zu den Ersten, denen bewusstgeworden ist, welche Menge an intimen Daten sie mit dem World Wide Web geteilt haben. Omar hat beispielsweise erfolglos versucht seinen Facebook-Account zu löschen. Ulrike wurde 2018 selbst von Datendiebstahl betroffen und musste sogar Anzeige gegen „Unbekannt“ erstatten. Seitdem setzen sie sich mit größter Leidenschaft für ihre Idee ein.

 

Gefunden hat sich das Team teilweise im Leanlab 2018, dort sind die zwei Brüder Ziamak und Omar mit ihrer Idee für eine portable ID angetreten und trafen dabei auf Franz, der ihre Idee unterstütze. Am Ende des dreitägigen Workshops stand dann die Idee für Digital Reset. (Danke Leanlab!) Kurz darauf fanden die Drei Ulrike, welche bei unserem Prof. Dr. Christian Lehmann einen Hochschulkurs über aktuelle Themen der Unternehmensgründung besuchte und auch beim Leanlab dabei war. Zu guter Letzt holten sie dann noch einen Freund mit ins Boot. Seit August arbeitet das Team mit Vollgas daran ihre Idee jeden Tag ein Stückchen nach vorne zu bringen –  eine sehr aufregende Zeit!

Auch in Zukunft möchte Digital Reset hoch hinaus und ihren Service nicht nur allein in Deutschland anbieten, sondern ebenfalls auch in ganz Europa. Hier greift nämlich die DSGVO und allen Usern steht somit das Recht auf „Vergessen werden“ zu. Bis dies möglich ist, möchten die Fünf zunächst im Oktober ihre UG (Unternehmensgesellschaft) gründen, viele Prototypen testen, ihren Kaffeekonsum reduzieren und ganz wichtig so vielen Menschen wie möglich helfen wieder Herr über ihre eigenen Daten zu werden.

Hier seht Ihr das Dream Team nochmal in voller Größe am Maschsee beim dem diesjährigen Ideenboulevard

Nexster Exist

Da Stillstand ja angeblich Rückschritt ist, bleiben wir lieber immer in Bewegung. So haben wir gestern mit einem lachenden und einem weinenden Auge einen schönen Abend verbracht.

Ihr ahnt es wahrscheinlich schon, bei uns stehen zurzeit ein paar Veränderungen an: unsere liebe Nora geht für ein Semester in den Mutterschutz mit anschließender Elternzeit (ja, der Bauch kam nicht vom ganzen Essen), unsere Grafik Hilfskraft verlässt uns, da sie einen festen Job gefunden hat – herzlichen Glückwunsch Elenor, das freut uns natürlich sehr für dich! Und unsere Praktikanten Leonard und Fynn haben ihr Praktikum erfolgreich abgeschlossen und gehen ebenfalls neue Wege. Auch an euch nochmal tausend Dank für die Unterstützung, ihr wart Gold wert!

Tja, wer bleibt denn dann eigentlich noch 🙂 Christian, Gunnar, Maren und Silvia – die vier Musketiere halten den Spirit von NEXSTER hoch.

Da jede Veränderung allerdings auch die Chance auf einen Neuanfang bietet, wird es ab September dann nochmal Zuwachs geben. Eine Elternzeitvertretung für Nora und eine neue Praktikantin, aber mehr dazu im September…

Nexster

Seit ihr eigentlich schon tiefenentspannt in die Semesterferien abgetaucht?

Aus guten Gründen solltet ihr neue Energie und Kreativität sammeln und vielleicht entsteht in der ein oder anderen ruhigen Minute, einer Yoga-Session oder bei einem Bier DIE IDEE mit der ihr durchstarten möchtet.

“Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar” – das lehrte uns schließlich schon Pippi Langstrumpf. Wer jetzt denkt – naja, die konnte ja auch ein Pferd tragen und hatte einen Koffer voller Gold – no Worries – dafür sind wir ja da 😉 Mit dem Koffer voller Gold können wir zwar nicht dienen aber wenn alle mit anpacken können wir vielleicht das Pferd zum Traben bringen.

Dafür stehen wir zurzeit in den Vorbereitungen für das kommende Semester und organisieren Veranstaltungen, Workshops und spannende Sofa-Talks für euch. Zwischenzeitlich verabschieden wir uns natürlich auch mal in die Ferien zum Energie tanken. Eine Kollegin liegt schon am Strand, ein anderer ist auf See verschollen, die anderen zieht es in die Berge, unser Praktikant macht am meisten Urlaub und andere machen ihren Bulli noch Camping tauglich. Unser Büro wird aber durchgehend besetzt sein und wir stehen euch auch in den Semesterferien gerne zur Verfügung.

Falls ihr also Lust auf Freigeist und Unternehmertum entwickelt in den kommenden Wochen oder euch einfach nur mal inspirieren lassen wollt in einem unserer Workshops, so seid ihr herzlich Willkommen bei NEXSTER! Schaut auf unsere Veranstaltungen (auch bei Facebook), schickt eine E-Mail oder kommt einfach vorbei – wir freuen uns.

Beratungstag 2017

Wer gründen will, steht vor vielen Fragen: Wie erstelle ich einen Businessplan? Welche Gesellschaftsform wähle ich? Soll ich ein Patent anmelden? Wie bekomme ich ein EXIST-Gründerstipendium? Zum 22. Mal kommen rund 50 ExpertInnen der Gründerszene zusammen, um all Eure Fragen, die Euch unter den Nägeln brennen, zu beantworten. (mehr …)

Geflüchtete

Students4Refugees: Existenzgründung als Neuanfang für Geflüchtete

Studierende der HsH begleiten Geflüchtete auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Anfang Oktober treffen sich sechs geflüchtete Syrerinnen und Syrer, sieben BWL-Studierende und Christian Lehmann, Professor für Unternehmensgründung und Entrepreneurship, in einem Hörsaal der Hochschule Hannover. Die Idee, die alle an einen Tisch bringt, ist das Projekt „Students4Refugees“. Hier sollen die Geflüchteten ihrem Traum der Selbstständigkeit ein Stück näherkommen – nicht ihre Flucht, sondern eine mögliche Existenzgründung und damit ein Neuanfang stehen im Vordergrund. Unterstützt werden sie dabei von Studierenden, die eine Gründung von der Idee bis zur Umsetzung begleiten möchten. Der Kick-off des Projekts findet in einem Großraumbüro der Halle 96, dem Zentrum für Kreative von hannoverimpuls, statt, an dem die Teams die folgenden sechs Wochen zusammenarbeiten sollen. Ideen werden vorgestellt, die Teams finden sich und für jede Idee wird ein kleines Startbudget verteilt. Die Teams machen sich an die Arbeit.

Gute Ideen sind gefragt

Doch wie stellt man fest, ob die Ideen der Geflüchteten gut sind? Und wie kann man eine bestehende Geschäftsidee noch besser machen? Mithilfe von Markttests und der Orientierung an den Bedürfnissen der Zielgruppe, so Prof. Dr. Christian Lehmann, einer der Initiatoren des Projekts.

Also begannen die Teams trotz anfänglicher Verständigungsprobleme mit teils kulturell sehr unterschiedlichen Werten, die Ideen zu hinterfragen. Macht ein weiterer arabischer Lebensmittelladen in Hannover wirklich Sinn? Ist die Gründung einer Fabrik für die Herstellung syrischer Seife finanzierbar? Werden kunsthandwerkliche Fähigkeiten in Deutschland ähnlich wertgeschätzt wie in arabischen Ländern?

Ernüchterung

Anfang November dann die erste Welle der Ernüchterung: Fast alle Ideen wurden zu groß gedacht. Also zurück auf Los. Wer sind die Zielgruppen und wie kann ich diese mit meinen eigenen, beschränkten Mitteln am besten erreichen? Aus dem Lebensmittelladen in der City wird ein Lieferdienst für arabische Lebensmittel, der einmal pro Woche Geflüchtete im Umland beliefert. Die Fabrik wird zu einem Handelsunternehmen, das importierte Kosmetikprodukte über Onlineshops und lokale Händler vertreibt. Und die Kunsthandwerker beginnen, Werbematerialien für die Gastronomie zu entwerfen.

Doch kommen die Produkte wirklich an bei den Kunden? Alle denken es, aber niemand weiß es. Also raus zu den Kunden, das Stichwort lautet Markttests. Mitte November, es ist kalt. Bibard und Chadi laufen mit einer Deko-Pizza unter dem Arm durch Linden. Sie sprechen bei Gastronomen vor und zeigen ihren Prototypen. Einige Gastronomen geben sich interessiert, andere wimmeln die beiden ab. So ist Vertrieb. Diana und Nour haben mehr Glück: Ihre Testlieferung ist innerhalb von 30 Minuten verkauft. Einige fragen nach, wann die nächste Lieferung kommt. Und die Seife? Eine erste Charge zu verkaufen scheitert an administrativen Dingen, obwohl die Webseite bereits steht. Dafür haben die Studierenden Bio-Läden recherchiert und mit einigen Inhabern gesprochen. Warum sie keine Seife dabei haben, werden sie gefragt.

Chance für Ideen, Chancen für Geflüchtete

Weihnachten steht vor der Tür und so langsam wird es konkret: Wie viele Kunden brauche ich, um von dem eigenen Business leben zu können? Zeit für die Finanzplanung. 15 Kunden am Tag zu Beginn, ab 50 Kunden kann man sich einen gebrauchten Transporter leisten, so die Antwort für den mobilen Lebensmittelladen. Am 15. Dezember ist es so weit – die Teams stellen ihre Ergebnisse der Jury vor: Alle sehen chic aus, aber die meisten haben vor Aufregung weniger geschlafen als sonst. Die Berater von hannoverimpuls sind da, sie hören sich die Vorstellungen der Ideen an und stellen kritische Fragen. Die Studierenden haben einen Businessplan für „ihre“ Geflüchteten erarbeitet. Auch sie kommen nicht ungeschoren davon und müssen sich die eine oder andere kritische Frage gefallen lassen. Aber alles geht gut. Cornelia Klaus, Bereichsleiterin Gründung & Entrepreneurship bei hannoverimpuls schaut ihre Leute an: alle nicken anerkennend. Moktar Sotoudi, Projektleiter GründungInterkulturell, fasst es zusammen: „Alle vorgestellten Ideen haben eine Chance verdient.“ Allgemeines Aufatmen.

Kurz vor Weihnachten treffen sich die beiden Initiatoren des Projektes, Cornelia Klaus und Prof Dr. Lehmann zur Auswertung. Es war inhaltlich herausfordernd und das Zeitbudget war nach sechs Wochen aufgebraucht. Es hat auch nicht immer Spaß gemacht: Einige Geflüchtete fragten sich des Öfteren, wozu man alles so genau dokumentieren muss. Die Studierenden verzweifelten teils an der Termintreue der Geflüchteten. Die kulturellen Unterschiede traten deutlich zutage, ein Team zerbrach kurz vor Ende. Aber es war wichtig. „Wir haben erfahren, wie Wirtschaft in Deutschland funktioniert. Man ist hier ganz anders als bei uns.“ sagt Diana vom mobilen Lebensmittelladen. Sie überlegt kurz, schmunzelt und korrigiert sich „als in meiner alten Heimat, meine ich.“

Integration Geflüchteter

Die Initiatoren fassen das Projekt diplomatischer zusammen: „Wir haben ein Zeichen gesetzt für die Integration Geflüchteter,“ so Cornelia Klaus, „und wir haben gezeigt, dass eine Selbstständigkeit auch für Geflüchtete eine berufliche Chance sein kann.“ Und Prof. Lehmann ergänzt: „Wir konnten vermitteln, dass Deutschland viele Chancen bietet, aber auch, dass hier nichts verschenkt wird.“ Und er fährt fort: „Für die Ideen von Migrantinnen und Migranten gilt umso mehr, sich kleine Ziele zu setzen und das, was wirklich wichtig ist, zu testen, bevor man viel Zeit und Geld investiert.“

Ob sie ein solches Projekt noch einmal machen würden? Bestimmt. Aber erst einmal freuen sie sich auf den Weihnachtsurlaub.

Hannover, 20.12.2016, von Prof. Dr. Christian Lehmann (Hochschule Hannover) und Cornelia Klaus (hannoverimpuls)