Zeit für Veränderung!

Da Stillstand ja angeblich Rückschritt ist, bleiben wir lieber immer in Bewegung. So haben wir gestern mit einem lachenden und einem weinenden Auge einen schönen Abend verbracht.

Ihr ahnt es wahrscheinlich schon, bei uns stehen zurzeit ein paar Veränderungen an: unsere liebe Nora geht für ein Semester in den Mutterschutz mit anschließender Elternzeit (ja, der Bauch kam nicht vom ganzen Essen), unsere Grafik Hilfskraft verlässt uns, da sie einen festen Job gefunden hat – herzlichen Glückwunsch Elenor, das freut uns natürlich sehr für dich! Und unsere Praktikanten Leonard und Fynn haben ihr Praktikum erfolgreich abgeschlossen und gehen ebenfalls neue Wege. Auch an euch nochmal tausend Dank für die Unterstützung, ihr wart Gold wert!

Tja, wer bleibt denn dann eigentlich noch 🙂 Christian, Gunnar, Maren und Silvia – die vier Musketiere halten den Spirit von NEXSTER hoch.

Da jede Veränderung allerdings auch die Chance auf einen Neuanfang bietet, wird es ab September dann nochmal Zuwachs geben. Eine Elternzeitvertretung für Nora und eine neue Praktikantin, aber mehr dazu im September…

Nexster

Seit ihr eigentlich schon tiefenentspannt in die Semesterferien abgetaucht?

Aus guten Gründen solltet ihr neue Energie und Kreativität sammeln und vielleicht entsteht in der ein oder anderen ruhigen Minute, einer Yoga-Session oder bei einem Bier DIE IDEE mit der ihr durchstarten möchtet.

“Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar” – das lehrte uns schließlich schon Pippi Langstrumpf. Wer jetzt denkt – naja, die konnte ja auch ein Pferd tragen und hatte einen Koffer voller Gold – no Worries – dafür sind wir ja da 😉 Mit dem Koffer voller Gold können wir zwar nicht dienen aber wenn alle mit anpacken können wir vielleicht das Pferd zum Traben bringen.

Dafür stehen wir zurzeit in den Vorbereitungen für das kommende Semester und organisieren Veranstaltungen, Workshops und spannende Sofa-Talks für euch. Zwischenzeitlich verabschieden wir uns natürlich auch mal in die Ferien zum Energie tanken. Eine Kollegin liegt schon am Strand, ein anderer ist auf See verschollen, die anderen zieht es in die Berge, unser Praktikant macht am meisten Urlaub und andere machen ihren Bulli noch Camping tauglich. Unser Büro wird aber durchgehend besetzt sein und wir stehen euch auch in den Semesterferien gerne zur Verfügung.

Falls ihr also Lust auf Freigeist und Unternehmertum entwickelt in den kommenden Wochen oder euch einfach nur mal inspirieren lassen wollt in einem unserer Workshops, so seid ihr herzlich Willkommen bei NEXSTER! Schaut auf unsere Veranstaltungen (auch bei Facebook), schickt eine E-Mail oder kommt einfach vorbei – wir freuen uns.

Beratungstag 2017

Wer gründen will, steht vor vielen Fragen: Wie erstelle ich einen Businessplan? Welche Gesellschaftsform wähle ich? Soll ich ein Patent anmelden? Wie bekomme ich ein EXIST-Gründerstipendium? Zum 22. Mal kommen rund 50 ExpertInnen der Gründerszene zusammen, um all Eure Fragen, die Euch unter den Nägeln brennen, zu beantworten. (mehr …)

Geflüchtete

Students4Refugees: Existenzgründung als Neuanfang für Geflüchtete

Studierende der HsH begleiten Geflüchtete auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Anfang Oktober treffen sich sechs geflüchtete Syrerinnen und Syrer, sieben BWL-Studierende und Christian Lehmann, Professor für Unternehmensgründung und Entrepreneurship, in einem Hörsaal der Hochschule Hannover. Die Idee, die alle an einen Tisch bringt, ist das Projekt „Students4Refugees“. Hier sollen die Geflüchteten ihrem Traum der Selbstständigkeit ein Stück näherkommen – nicht ihre Flucht, sondern eine mögliche Existenzgründung und damit ein Neuanfang stehen im Vordergrund. Unterstützt werden sie dabei von Studierenden, die eine Gründung von der Idee bis zur Umsetzung begleiten möchten. Der Kick-off des Projekts findet in einem Großraumbüro der Halle 96, dem Zentrum für Kreative von hannoverimpuls, statt, an dem die Teams die folgenden sechs Wochen zusammenarbeiten sollen. Ideen werden vorgestellt, die Teams finden sich und für jede Idee wird ein kleines Startbudget verteilt. Die Teams machen sich an die Arbeit.

Gute Ideen sind gefragt

Doch wie stellt man fest, ob die Ideen der Geflüchteten gut sind? Und wie kann man eine bestehende Geschäftsidee noch besser machen? Mithilfe von Markttests und der Orientierung an den Bedürfnissen der Zielgruppe, so Prof. Dr. Christian Lehmann, einer der Initiatoren des Projekts.

Also begannen die Teams trotz anfänglicher Verständigungsprobleme mit teils kulturell sehr unterschiedlichen Werten, die Ideen zu hinterfragen. Macht ein weiterer arabischer Lebensmittelladen in Hannover wirklich Sinn? Ist die Gründung einer Fabrik für die Herstellung syrischer Seife finanzierbar? Werden kunsthandwerkliche Fähigkeiten in Deutschland ähnlich wertgeschätzt wie in arabischen Ländern?

Ernüchterung

Anfang November dann die erste Welle der Ernüchterung: Fast alle Ideen wurden zu groß gedacht. Also zurück auf Los. Wer sind die Zielgruppen und wie kann ich diese mit meinen eigenen, beschränkten Mitteln am besten erreichen? Aus dem Lebensmittelladen in der City wird ein Lieferdienst für arabische Lebensmittel, der einmal pro Woche Geflüchtete im Umland beliefert. Die Fabrik wird zu einem Handelsunternehmen, das importierte Kosmetikprodukte über Onlineshops und lokale Händler vertreibt. Und die Kunsthandwerker beginnen, Werbematerialien für die Gastronomie zu entwerfen.

Doch kommen die Produkte wirklich an bei den Kunden? Alle denken es, aber niemand weiß es. Also raus zu den Kunden, das Stichwort lautet Markttests. Mitte November, es ist kalt. Bibard und Chadi laufen mit einer Deko-Pizza unter dem Arm durch Linden. Sie sprechen bei Gastronomen vor und zeigen ihren Prototypen. Einige Gastronomen geben sich interessiert, andere wimmeln die beiden ab. So ist Vertrieb. Diana und Nour haben mehr Glück: Ihre Testlieferung ist innerhalb von 30 Minuten verkauft. Einige fragen nach, wann die nächste Lieferung kommt. Und die Seife? Eine erste Charge zu verkaufen scheitert an administrativen Dingen, obwohl die Webseite bereits steht. Dafür haben die Studierenden Bio-Läden recherchiert und mit einigen Inhabern gesprochen. Warum sie keine Seife dabei haben, werden sie gefragt.

Chance für Ideen, Chancen für Geflüchtete

Weihnachten steht vor der Tür und so langsam wird es konkret: Wie viele Kunden brauche ich, um von dem eigenen Business leben zu können? Zeit für die Finanzplanung. 15 Kunden am Tag zu Beginn, ab 50 Kunden kann man sich einen gebrauchten Transporter leisten, so die Antwort für den mobilen Lebensmittelladen. Am 15. Dezember ist es so weit – die Teams stellen ihre Ergebnisse der Jury vor: Alle sehen chic aus, aber die meisten haben vor Aufregung weniger geschlafen als sonst. Die Berater von hannoverimpuls sind da, sie hören sich die Vorstellungen der Ideen an und stellen kritische Fragen. Die Studierenden haben einen Businessplan für „ihre“ Geflüchteten erarbeitet. Auch sie kommen nicht ungeschoren davon und müssen sich die eine oder andere kritische Frage gefallen lassen. Aber alles geht gut. Cornelia Klaus, Bereichsleiterin Gründung & Entrepreneurship bei hannoverimpuls schaut ihre Leute an: alle nicken anerkennend. Moktar Sotoudi, Projektleiter GründungInterkulturell, fasst es zusammen: „Alle vorgestellten Ideen haben eine Chance verdient.“ Allgemeines Aufatmen.

Kurz vor Weihnachten treffen sich die beiden Initiatoren des Projektes, Cornelia Klaus und Prof Dr. Lehmann zur Auswertung. Es war inhaltlich herausfordernd und das Zeitbudget war nach sechs Wochen aufgebraucht. Es hat auch nicht immer Spaß gemacht: Einige Geflüchtete fragten sich des Öfteren, wozu man alles so genau dokumentieren muss. Die Studierenden verzweifelten teils an der Termintreue der Geflüchteten. Die kulturellen Unterschiede traten deutlich zutage, ein Team zerbrach kurz vor Ende. Aber es war wichtig. „Wir haben erfahren, wie Wirtschaft in Deutschland funktioniert. Man ist hier ganz anders als bei uns.“ sagt Diana vom mobilen Lebensmittelladen. Sie überlegt kurz, schmunzelt und korrigiert sich „als in meiner alten Heimat, meine ich.“

Integration Geflüchteter

Die Initiatoren fassen das Projekt diplomatischer zusammen: „Wir haben ein Zeichen gesetzt für die Integration Geflüchteter,“ so Cornelia Klaus, „und wir haben gezeigt, dass eine Selbstständigkeit auch für Geflüchtete eine berufliche Chance sein kann.“ Und Prof. Lehmann ergänzt: „Wir konnten vermitteln, dass Deutschland viele Chancen bietet, aber auch, dass hier nichts verschenkt wird.“ Und er fährt fort: „Für die Ideen von Migrantinnen und Migranten gilt umso mehr, sich kleine Ziele zu setzen und das, was wirklich wichtig ist, zu testen, bevor man viel Zeit und Geld investiert.“

Ob sie ein solches Projekt noch einmal machen würden? Bestimmt. Aber erst einmal freuen sie sich auf den Weihnachtsurlaub.

Hannover, 20.12.2016, von Prof. Dr. Christian Lehmann (Hochschule Hannover) und Cornelia Klaus (hannoverimpuls)

Das Zentrum für Studium und Weiterbildung (ZSW) der Hochschule Hannover organisiert für das Kollegium der HsH eine Infoveranstaltung rund um das Thema “Patente”

Die Veranstaltung wird von Herrn Dr. Carlos Güntner, der als Patentmanager bei MBM Sciencebridge beschäftigt ist, durchgeführt.
Wenn Sie spezielle Fragen haben, lassen Sie uns diese gern vorher zukommen, damit sich Herr Dr. Güntner darauf vorbereiten kann.

Bitte melden Sie sich rechtzeitig zu dieser Veranstaltung unter weiterbildung(at)hs-hannover.de an und nutzen Sie hierzu bitte folgendes Formular:  Anmeldeformular
Eine Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort in Hannover-Ahlem geht Ihnen mit der Bestätigung zu.

Das ZSW-BW-Team freut sich auf Ihre Anmeldung.

“Von der Idee zum Patent”